Der weltweit größte Offshore-Windpark London Array wird vorerst nicht weiter ausgebaut, gab das Betreiber-Konsortium Dong Energy (Dänemark), Eon (Deutschland) und Masdar (Infrastrukturfond des Königreichs Abu Dhabi) am Mittwoch bekannt. Geplant war eine zweite Ausbauphase von aktuell 630 Megawatt (MW) auf 800 bis 870 MW, installiert vor der britischen Ostküste.

Der Grund für den Stopp der zweiten Ausbaustufe sind mögliche Auswirkungen der Anlagen auf die dort überwinternde Vogelpopulation. In der offiziellen Presseerklärung sagte London Array-Geschäftsführer Mike O’Hare, „es gibt keine Garantie dafür, die Behörden nach drei Jahren davon überzeugen zu können, dass ein etwaiger Effekt auf die Vögel akzeptabel wäre.“ Solange benötige eine Lageeinschätzung – der Ausbau müsse in der Zeit warten. Laut O’Hare handle es sich bei den im betroffenen Gebiet überwinternden Vögeln um Sterntaucher.

Ursprünglich planten die Betreiber den Windpark London Array mit einer Kapazität von insgesamt 1.000 MW. Die zweite Ausbauphase sei jedoch technisch wesentlich anspruchsvoller als die erste, die sich meist in relativ flachem Wasser bewegte habe, sagte O’Hare. Die Betreiber gaben an, dass eine Überprüfung der Portfolios, der technischen Herausforderungen sowie der ungewissen Effekte auf die Umwelt zu der Entscheidung führten.

London Array ist mit 630 MW derzeit der größte in Betrieb befindliche Offshore-Windpark der Welt. Die Turbinentechnik lieferte Siemens. 50 Prozent der Anteile hält Dong Energy, 30 Prozent Eon und 20 Prozent Masdar.

(London Array Limited)