Die Energiewende in den USA hat begonnen! Später als in Europa, aber sie nimmt dafür immer schneller Fahrt auf. Während die europäischen Regierungen zaudern, zieht Amerika vorbei. Als größter Solarhersteller auf beiden Kontinenten, Europa und Amerika, merken wir das jeden Tag. Heute liefern wir mehr als die Hälfte unseres Absatzes in die USA. Amerika installiert erstmals mehr Solaranlagen als die EU. Antrieb der Amerikaner ist dabei vor allem der Wunsch nach Unabhängigkeit. Jede Kilowattstunde Solarstrom macht weniger abhängig von Öl- und Gasimporten und von den großen Energiekonzernen. Das Thema Klimaschutz kommt in Amerika erst danach, wird aber in der Gesellschaft immer wichtiger.

Ein großer Unterschied zwischen Amerika und Europa: Wenn die USA jetzt in Erneuerbare Energien und Energieeffizienz investieren, dann wollen sie auch, dass Jobs und know-how in den USA bleiben. Gegen  das gezielte Dumping Chinas im Solarbereich haben die USA schon 2012 Maßnahmen ergriffen. Europa ist dann zwar gefolgt, aber deutlich halbherziger, was hierzulande nochmal tausende Jobs gekostet hat. Hier können Deutschland und die EU durchaus noch etwas von den USA lernen. Die Energiewende schafft Jobs und Wachstum, aber man muss auch dafür sorgen, dass beides auch im Land erhalten bleibt und nicht China sogar noch die Sonne staatsmonopolisiert.

Die Antwort von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks lesen Sie hier.

Solarworld-Chef Frank Asbeck. (fotos: flick (IIP Photo Archive), Solarworld)