Mobilität
31.07.2013

VW verdient weniger

Foto: Volkswagen AG

Der Gewinn des Wolfsburger Autoriesen ist in den ersten sechs Monaten des Jahres deutlich zurückgegangen. Konkurrent Toyota scheint dagegen seine Krise endgültig überwunden zu haben.

Die Pläne von Volkswagen, zum größten Autobauer der Welt aufzusteigen, haben einen Dämpfer erlitten. Zwar verkaufte das Unternehmen im ersten Halbjahr 2013 mit 4,8 Millionen Fahrzeugen rund 5,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, das Ergebnis nach Steuern fiel allerdings drastisch von 8,8 auf 4,8 Milliarden Euro. Vor Steuern erzielte der Volkswagenkonzern mit 5,8 Milliarden Euro rund 700 Millionen Euro weniger als im ersten Halbjahr 2012. Der Autobauer verwies allerdings darauf, dass die Zahlen des Vorjahres von der Bewertung der neuen Porsche-Anteile geprägt gewesen seien.

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Dennoch gingen weltweit die Absätze der Kernmarke VW um 1,7 Prozent zurück, auch bei Skoda sanken die Verkaufszahlen. Zulegen konnten dagegen Audi und Seat, die Verkäufe der spanischen Tochter stiegen um satte zwölf Prozent. 

VW-Chef Martin Winterkorn sprach von einem soliden Ergebnis in einem schwierigen Marktumfeld. Am Ausblick für das Gesamtjahr 2013 will das Unternehmen dennoch festhalten, Umsatz und Auslieferungen sollen gegenüber dem Jahr 2012 noch einmal steigen.

Toyota peilt neuen Rekord an

Die Wolfsburger halten weiter an dem Ziel fest, vor Toyota und GM die meisten Fahrzeuge zu verkaufen. Der japanische Branchenprimus scheint jedoch seine zwischenzeitliche Schwäche überwunden zu haben. Bereits im vergangenen Jahr hatte Toyota den US-Konzern GM wieder vom Platz des weltgrößten Autobauers verdrängt.

Nun kündigte Toyota an, im laufenden Jahr mehr als zehn Millionen Autos bauen zu wollen, dies wäre ein neuer Rekord. Für Rückenwind sorgt unter anderem die wachsende Beliebtheit von Hybrid-Autos in Japan. Toyota ist bei dieser Technik Weltmarktführer.

Analysten sehen Zahlen positiv

Am Finanzmarkt kamen die VW-Zahlen dennoch gut an. Der Konzern spiele im Vergleich zur europäischen Konkurrenz weiter in einer eigenen Liga, heißt es in einem Bericht der NordLB. Am Mittwoch hatte der drittgrößte europäische Autobauer, der französische PSA-Konzern, tiefrote Zahlen verkündet. Die Analysten der NordLB hoben hervor, dass VW insbesondere auf den Wachstummärkten in China und den USA gute Ergebnisse erzielt habe. Die NordLB empfielt die VW-Aktie daher weiter zum Kauf.

Karsten Wiedemann
Keywords:
VW | Toyota | E-Mobilität
Ressorts:
Markets

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