Globale Studie
26.07.2012

Wachstumsmarkt Atomenergie

Trotz der Katastrophe in Fukushima werden sich die Kapazitäten atomarer Energiegewinnung bis 2035 möglicherweise fast verdoppeln. Das zumindest zeigt eine Studie, die die Internationale Atomenergiebehörde zusammen mit der OECD nun veröffentlicht hat.

Atomenergie als eine Option für Staaten, ihren CO2-Ausstoß zu senken, erlangt weltweit zunehmende Bedeutung. Bis 2035 sei je nach Nachfrageentwicklung weltweit ein 44- bis 99-prozentiger Anstieg zu erwarten. Zu diesen Zahlen kommt der Zweijahresbericht „Uranium 2011 – Resources, Production and Demand“, den nun die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) zusammen mit der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) herausgebracht hat. Im Vergleich zur vorherigen Ausgabe haben sich die Zahlen trotz Fukushima damit nur leicht verändert. Damals wurde ein Kapazitätenzuwachs von 37 bis 110 Prozent bis 2035 prognostiziert.

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Die größten Zuwächse seien nach aktuellem Bericht in Ostasien (zwischen 125 und 185 Prozent) zu erwarten. Länder wie China, Indien, Süd-Korea und Russland expandieren dabei in der Kernenergie am meisten.

Den steigenden Kapazitäten entsprechend nimmt auch die Förderung von Uran zu, zwischen 2008 und 2010 weltweit um 25 Prozent. Ganz vorne mit dabei Top-Produzent Kasachstan, der den jährlichen Uranabbau laut Statistik der World Nuclear Association im selben Zeitraum auf 17.800 Tonnen fast verdoppeln konnte. Trotz stark steigender Uranausbeutung sei die Ressource unter jetzigen Voraussetzungen noch mehr als 100 Jahre verfügbar.

Daniel Seeger
Keywords:
Akzeptanz | Atommüll | Endlager | Kernenergie | Atomausstieg | AKW | Atomkraftgegner | Atomkraftwerk
Ressorts:
Markets

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