Solarkrise
25.04.2014

Wagner Solar stellt Insolvenzantrag

Wagner & Co.
Blick in die Kollektorproduktion

Das hessische Solarunternehmen will den Betrieb zunächst aufrechterhalten und sichert seinen Mitarbeitern bis Juni die Gehälter zu. Spätestens dann soll Klarheit über die Zukunft der Firma herrschen – und ein Geldgeber gefunden sein.

Das hessische Solartechnik-Unternehmen Wagner will trotz Insolvenzantrag den Betrieb fortsetzen und seinen 150 Mitarbeitern bis Ende Juni die Gehälter auszahlen. Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner will bis dahin Klarheit über die Zukunft von Wagner Solar schaffen. Es gäbe „gute Argumente, mit denen wir Geldgeber und potenzielle Investoren überzeugen können“, so der Insolvenzverwalter.

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Als Grund für die Insolvenz nennt das Unternehmen aus Cölbe vor allem die seit 2012 anhaltende Krise in der Solarwirtschaft. Wagner Solar habe daraufhin Sanierungskonzepte umgesetzt und mehr als die Hälfte seiner Mitarbeiter entlassen. Leider habe sich der Markt für Solarstrom- und -heizsysteme in den vergangenen Monaten nicht so positiv entwickelt wie angenommen, sagt Geschäftsführer Andreas Knoch. Deswegen hofft er jetzt auf Unterstützung: „Ein Insolvenzverwalter hat in der gegenwärtigen Situation bessere Möglichkeiten, unser Unternehmen finanziell und strukturell neu aufzustellen als die Geschäftsführung allein.“

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Der Systemanbieter von Solaranlagen ist in mehreren europäischen Ländern und in Nordamerika vertreten. 2012 betrug der Umsatz 140 Millionen Euro. Besonders bitter: Wagner Solar feiert dieses Jahr 35-jähriges Firmenjubiläum.

Daniel Zugehör
Keywords:
Wagner Solar | Solarkrise | Solartechnik | Photovoltaik | Solarmodule
Ressorts:
Markets

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