Die Liberaldemokratische Partei regierte den Inselstaat seit dem zweiten Weltkrieg bis zum Jahr 2007 fast ununterbrochen. In diese Zeit fällt auch der Ausbau der Atomenergie zur wichtigsten Energiequelle des Landes. Abe gilt als Befürworter der Kernenergie.

Die nun abgewählte Regierung unter Ministerpräsident Yoshihiko Noda hatte nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima einen Ausstieg aus der Kernenergie bis zum Jahr 2040 angekündigt. Es wird erwartet, dass Abe dieses Datum wieder rückgängig machen wird. Er hat eine radikale Kehrtwende in der Wirtschaftspolitik angekündigt. Er wird dabei jedoch Rücksicht auf die Mehrheit der Japaner nehmen, die eine zunehmend skeptische Haltung gegenüber der Kernenergie eingenommen haben.

Die Demokratische Partei unter Ministerpräsident Noda hat einen Ausbau der erneuerbaren Energien beschlossen. Im Juli diesen Jahres trat ein neuer Einspeisetarif für Solarenergie in Kraft. Der Zubau nahm seitdem stark zu, und wird bis Jahresende die zwei Gigawatt-Schwelle überschreiten. Bis zum Jahr 2016 könnte Japan nach Analysen der Bank Sarasin zum drittgrößten Solarmarkt der Welt aufsteigen. Auch die Offshore-Windenergie soll massiv ausgebaut werden. 

 

 

Tokyo (Foto: AchimHB | Portfolio)