Die Investitionen in erneuerbare Energien sanken im vergangenen Jahr weltweit um zwölf Prozent auf rund 184 Milliarden Euro, zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht des UN-Umweltprogramms UNEP. Damit sei der Anstieg der Investitionen erstmals seit  2009 beendet: In der Vergangenheit waren die Ausgaben im zweistelligen Bereich gewachsen. Verantwortlich für den Rückgang seien vor allem die Unsicherheiten über die Förderpolitik in Europa und den USA und die sinkenden Herstellungskosten für Solarenergie, so der Bericht.

Doch während das Investitionsvolumen der Industrieländer um 29 Prozent auf knapp 100 Milliarden Euro einbrach, investierten die Schwellen- und Entwicklungsländer mit 84 Milliarden Milliarden Euro 19 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Summen, die zum Ausbau alternativer Energien ausgegeben werden, nähern sich laut UNEP weltweit zunehmend an. Vor fünf Jahren hatten die Industrienationen mehr als das Doppelte bereitgestellt. Der Vorsprung ist mittlerweile auf 15 Prozent geschrumpft.

Die Top-Investoren

Insbesondere China investiert fleißig und landete beim Staatenvergleich auf dem ersten Platz: Das Investitionsvolumen stieg im vergangenen Jahr um 22 Prozent auf 50 Milliarden Euro. Damit steuerte die Volksrepublik mehr als einem Viertel der weltweiten Investitionen in erneuerbare Energien bei.

Mit etwas Abstand folgen die Vereinigten Staaten. Dort flossen 27 Milliarden Euro und damit 34 Prozent weniger als im Vorjahr in Erneuerbare. In Europa sank die Investitionssumme sogar um 40 Prozent auf 60 Milliarden Dollar.