Erneuerbare Energien
03.09.2013

Weniger neue Solarenergie

Foto: BMU/Brigitte Hiss

Die Zahl neuer Solaranlagen ist im Juli weiter zurückgegangen. Mit einem Zubau von 313 Megawatt sank die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr um fast 50 Prozent.

Nach den Zahlen der Bonner Bundesnetzagentur gingen im Juli Solaranlagen mit einer Leistung von 313 Megawatt in Betrieb. Der Zubau erreichte damit in etwa das Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Juli 2012 ist allerdings ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Damals waren insgesamt 543 Megawatt an Solarenergie neu ans Netz gegangen. 

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Von Januar bis Juli 2013 legte die installierte Solarleistung in Deutschland um 2,1 Gigawatt zu. Auch hier zeigt sich das gedrosselte Zubautempo: In den ersten sieben Monaten des Jahres 2012 gingen noch Solaranlagen mit einer Leistung von fünf Gigawatt ans Netz.

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Grund für den Rückgang ist die automatische Degression bei den Vergütungssätzen. So erhalten Anlagenbetreiber von Oktober an pro eingespeister Kilowattstunde 1,8 Prozent weniger. Nach Angaben von Netzagentur-Chef Jochen Homann wird die Vergütung erstmals unter 10 Cent fallen.

Anlagen mit einer Leistung von mehr als zehn Gigawatt erhalten seit 2012 keine Vergütung mehr. Insgesamt sind in Deutschland Solaranlagen mit einer Leistung von 34,5 Gigawatt in Betrieb. Die Förderung für Solarenergie läuft aus, sobald die installierte Solarleistung in Deutschland 52 Gigawatt erreicht.

Karsten Wiedemann
Keywords:
erneuerbare Energien | Solaranlagen | Vergütungssätze
Ressorts:

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