Strafzölle
14.06.2013

Weniger Solarenergie in Europa

Die Strafzölle auf chinesische Solarmodule könnten die Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen in Europa um ein Drittel sinken lassen, warnt eine Studie. Zum größten Solarmarkt avanciert demnach Asien.

Einer Studie des US-Beratungshauses IHS zufolge könnten die Anfang Juni eingeführten Antidumping-Zölle für chinesische  Solarmodule in Europa einen Rückgang der Photovoltaik (PV) verursachen. Sie sorgen gemeinsam mit Änderungen in  den Anreizsystemen dafür, dass das Gesamtvolumen der PV-Installationen im Jahr 2013 um 33 Prozent auf 11,6 Gigawatt (GW) sinkt, im Vergleich zu 17,7 GW im Vorjahr. Vor allem in Deutschland und Italien werden die Strafzölle zu weniger Käufen von PV-Modulen führen, so IHS.

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Weltweit erwartet IHS dennoch eine Zunahme der Nachfrage im zweistelligen Bereich, auf 35 GW. Treiber ist der asiatische Markt, der für 45 Prozent der globalen Nachfrage nach Solarenergie verantwortlich ist. Asien liegt damit erstmals vor Europa. Spitzenreiter ist China.

 

Auch Märkte in Schwellenländern wie Brasilien oder Indien wachsen. Ash Sharma, PV-Analyst bei IHS dazu: „Installationen in diesen Regionen werden 2014 auf 9 GW und bis 2017 auf mehr als 16 GW ansteigen.“ Er rät Solarfirmen sich auf diesen Märkten zu positionieren.

 
Nora Enzlberger
Keywords:
Solarenergie | IHS | Anti-Dumping | China
Ressorts:
Markets

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