Alle sachlichen Argumente sprechen für eine positive Zukunft von Biokraftstoffe. Sie stoßen über die Hälfte weniger Treibhausgase aus als fossile Kraftstoffe und tragen damit wesentlich zum Erreichen der Klimaschutzziele bei. Biokraftstoffe müssen nachhaltig produziert werden, dies wird weltweit kontrolliert und zertifiziert. Umso erstaunlicher ist die auf europäischer Ebene geführte Diskussion um zusätzliche Treibhausgasemissionen, die angeblich durch Biokraftstoffe hervorgerufen werden.

Dabei geht es um Emissionen, die theoretisch durch indirekte Landnutzungsänderungen (indirect land use change, iLUC) entstehen und Biokraftstoffen angelastet werden sollen.

Die Wissenschaft äußert sich hierzu deutlich: Die Ergebnisse der iLUC-Theorie sind nicht messbar, nicht überprüfbar, abhängig von Annahmen und politischen Entscheidungen, urteilte der Weltklimarat IPCC. Ähnlich sah dies vor kurzem ein Ausschuss der ISO Normungsgruppe für Ökobilanzen. Sie hatte geprüft, ob iLUC in die ISO aufgenommen wird und dies verneint. Es bleibt zu hoffen, dass sich dieser Sachverstand in der aktuellen politischen Debatte durchsetzt und dass iLUC Faktoren keine Anwendung in Gesetzen finden, solange es keinen wissenschaftlichen Konsens zum iLUC Phänomen gibt.

 

Die Antwort vom BUND-Vorsitzenden Prof. Hubert Weiger lesen Sie hier. 

Die Antwort vom Verbio-Vorstandsvorsitzenden Claus Sauter lesen Sie hier.

 

 

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