Nach den Zahlen der Strombörse EEX produzierten die Windparks in Deutschland von Januar bis Oktober 29,9 Milliarden Kilowattstunden Strom. Das sind 8,4 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.  

Damit setzt sich ein Trend fort: Viele Windparks in Deutschland blieben in den vergangenen Jahren unter Plan. Oft gab es zu optimistische Windprognosen. Tatsächlich galten die vergangenen fünf Jahre aber als windschwach. Immer mehr Investoren wollen derzeit ihre Parks verkaufen, um die Verluste zu minimieren.

Bei der Solarenergie stieg die Stromproduktion trotz der lichtarmen ersten Jahresmonate dagegen bis Oktober im Vergleich zu 2012 um 6,2 Prozent auf 26 Milliarden Kilowattstunden. 

Insgesamt lag die Stromproduktion aus Wind und Sonne von Januar bis Oktober rund zwei Prozent unter Vorjahresniveau. Dennoch sorgt das Angebot an Erneuerbaren-Strom an der EEX weiter für sinkende Großhandelspreise. Der Preis pro Kilowattstunde fiel im Durchschnitt um zwölf Prozent auf 3,79 Cent. 

Umlage steigt

Für private Verbraucher dürften die Preise dagegen erneut steigen. Der Grund: Da Erlöse für den Stromverkauf sinken, die Betreiber von Grünstromanlagen aber eine gesicherte Vergütung erhalten, wird die Differenz über die Umlage für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ausgeglichen. Diese zahlen alle Verbraucher mit ihrer Stromrechnung.

Die Übertragungsnetzbetreiber geben Mitte Oktober ihre Prognose für die EEG-Umlage an. Vieles deutet daraufhin, dass diese auf über sechs Cent pro verbrauchter Kilowattstunde ansteigen könnte.

 

(Foto: Nordex)