Laut den am Donnerstag vorgelegten Zahlen hat Munich Re von Juli bis September einen Konzerngewinn von 636 Millionen Euro erzielt. Das Ergebnis lag damit rund eine halbe Milliarde niedriger als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt verdiente der Rückversicherer in den ersten neun Monaten des Jahres 2,2 Milliarden Euro und damit rund 500 Millionen weniger als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres.

Finanzchef Jörg Schneider führte den Gewinnrückgang auf verschiedene Einmaleffekte wie Großschäden und negative Währungseinflüsse zurück. Tatsächlich musste die Munich Re im laufenden Jahr deutlich mehr Schäden regulieren, allein im dritten Quartal kosteten Naturkatastrophen wie der Starkregen und Hagel in Deutschland sowie zwei Wirbelstürme in Mexiko den Konzern über 300 Millionen Euro.

Schneider zeigte sich mit dem Ergebnis dennoch zufrieden. Die Belastungen aus den Sondereffekten würden sich über einen längeren Zeitraum wieder ausgleichen. Insgesamt sei der Konzern gut unterwegs. „Bis zum Jahresende kann noch einiges passieren, aber wir sind sehr zuversichtlich, einen Gewinn von drei Milliarden Euro zu erreichen.“

Aktienrückkauf

Die Munich Re will die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien reduzieren und plant ein Rückkauf im Volumen von einer Milliarde Euro. Insgesamt 6,5 Millionen seiner Aktien will der Konzern bis Ende April 2014 kaufen, das entspricht 3,6 Prozent des Grundkapitals. Mit dem Rückkauf will der Rückversicherer laut dem Finanzchef erwirtschaftetes, aber nicht benötigtes Kapital an Aktionäre zurückgeben. Aktuell liegt das Eigenkapital des Unternehmens bei knapp 26 Milliarden Euro.

Nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen brach der Kurs der Munich Re-Aktie um zwei Prozent auf 151 Euro leicht ein.