Klimawandel
04.01.2013

Wetterextreme dominieren in den USA

Foto: Deposit

Die weltweit durch Naturkatastrophen verursachten Schäden betrugen im vergangenen Jahr rund 123 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2011, das von Katastrophen wie in Fukushima geprägt war, eine eher glimpfliche Bilanz. Der Großteil der Schäden traf die USA.

Rund zwei Drittel der weltweit durch Naturkatastrophen verursachten Schäden entfielen auf die Vereinigten Staaten. Das geht aus der aktuellen Naturkatastrophen-Statistik 2012 des Rückversicherers Munich Re hervor. Mit fast 40 Milliarden Euro verursachte dabei der Hurrikan Sandy die größte Verwüstung. Ohne den Wirbelsturm, der Ende Oktober 2012 südlich von New York auf die US-Ostküste traf, wäre das vergangene Jahr relativ schadensarm verlaufen. Sandy war zwar nicht der schnellste Hurrikan, hatte aber einen riesigen Durchmesser von 1.800 Kilometern – das entspricht in etwa der Strecke von Berlin nach Madrid.

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Daneben hatten der mittlere Westen der USA, die sogenannte Kornkammer des Landes, und benachbarte Bundesstaaten im Sommer 2012 mit einer der schlimmsten Dürren seit über hundert Jahren zu kämpfen. Rund die Hälfte der US-Agrar-Anbaufläche war von der Trockenheit betroffen, die Schäden durch Ernteausfälle bezifferten sich auf 15,4 Milliarden Euro.

Insgesamt fiel die Schadensbilanz 2012 jedoch geringer aus als im Vorjahr, das von verherrenden Naturkatastrophen im asiatisch-pazifischen Raum geprägt war. So betrugen die Gesamtschäden im Jahr 2011 über 307 Milliarden Euro.

Mit schlimmen Naturereignissen sei künftig häufiger zu rechnen, warnen die Experten der Munich Re. Zwar ließen sich einzelne Ereignisse nicht ausschließlich auf den Klimawandel zurückführen, dieser verursache jedoch einen Anstieg des Meeresspiegels, was wiederum die Sturmflutrisiken erhöhe.

Tina Gilic
Keywords:
Naturkatastrophen | Munich Re | Klimawandel | Fukushima
Ressorts:
Markets

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