Risiko-Studie
21.01.2013

Windenergie-Branche betreibt zu wenig Risikomanagement

Der Großteil der Windenergie-Unternehmen hat Nachholbedarf beim Risikomanagement. Die Defizite führen zu Verzögerungen bei der Fertigstellung von Windparks.

Steigende Rohstoffpreise und Schwankungen bei der Nachfrage sind die beiden Hauptrisiken für Hersteller und Zulieferer von Windanlagen. Doch nur 40 Prozent der Unternehmen schützen sich mittels professionellem Risikomanagement vor Schwierigkeiten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) in Zusammenarbeit mit dem Unternehmensberater Putz & Partner.  „Dies birgt zunehmende Gefahren, denn die Globalisierung der Lieferkette ist mit einer steigenden Komplexität in Planung und Abwicklung verbunden“, warnt Wolfgang Kersten, Leiter des Instituts für Logistik und Unternehmensführung der TUHH. 

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Statt auf ein angemessenes Risikomanagement zu achten, würden sich die Unternehmen hauptsächlich auf die Optimierung der eigene Produktion konzentrieren. „Doch der Ausfall eines einzigen Zulieferers kann die pünktliche Fertigstellung eines gesamten Windparks ins Wanken bringen und damit auch den Anschluss an das Energienetz verzögern“, so der Experte. Insbesondere kleine Firmen würden die Risiken in der Lieferkette vernachlässigen. 

Neben den beiden Hauptrisiken für die Branche, steigenden Preisen und Nachfrageschwankungen, hätten auch die politisch-ökonomischen Gefahren zugenommen, so das Ergebnis der Risiko-Studie. Dazu zählen Änderungen bei staatlichen Fördermaßnahmen.

 
Tina Gilic
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Markets

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