Rund ein Jahr nach den Beschlüssen zur Energiewende hakt das Jahrhundertprojekt noch an vielen Stellen: Offshore-Verkabelung, Netzausbau, Energiespeicher, sind nur einige der Themen, mit denen sich die Mitarbeiter in den Ministerien auseinandersetzen müssen. Dass vieles nicht so läuft, wie es laufen sollte, liegt nicht zuletzt am überforderten Personal.

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) will gegensteuern: Minister Philipp Rösler (FDP), dessen Haus neben dem Umweltministerium federführend bei der Energiewende ist, will nun neues Personal einstellen. Man arbeite mich Hochdruck daran, ein hohes Maß an Versorgungssicherheit, einen wirksamen Klima- und Umweltschutz und eine wirtschaftlich tragfähige Energieversorgung zu gewährleisten, um den Industriestandort Deutschland zu erhalten. „Um dies zu gewährleisten, hat das BMWi im Rahmen der laufenden Aufstellung des Haushaltes einen Stellenmehrbedarf angemeldet“, teilte das Ministerium auf Anfrage von BIZZ energy today mit.

Altmaier baut um
Aktuell berät der Haushaltsauschuss des Bundestages über die Etats der einzelnen Ministerien. Dass der Mehrbedarf vor dem Placet durch die obersten Haushälter so offen kommuniziert wird, gilt als ungewöhnlich. Diese könnten sich unter Druck gesetzt fühlen, und die Stellenwünsche ablehnen.

Auch Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hat offenbar vor, sein Personaltableau im Zuge der Energiewende umzustellen. Berichte, wonach das Umweltministerium plane, Aufgaben aus dem Wirtschaftsministerium an sich zu ziehen, wollte ein Sprecher nicht kommentieren.

(Foto: BMWI)