Solarenergie
07.03.2013

Yingli will Nummer eins werden

Das chinesische Solarunternehmen Yingli ist auf dem Sprung, größter Modulhersteller der Welt zu werden. In diesem Jahr will Yingli Module mit einer Leistung von 3,3 Gigawatt verkaufen, deutlich mehr als die bisherige Nummer eins Suntech. Der einstige Primus steckt in einer Krise.

Bereits im Jahr 2012 konnte Bayern-München-Sponsor Yingli seine Auslieferungen um satte 43 Prozent steigern und Module mit einer Leistung von 2,3 Gigwatt verkaufen. In diesem Jahr will das Unternehmen noch einmal um gut 40 Prozent auf 3,3 Gigwatt zulegen. Damit hätte Yingli den heimischen Konkurrenten Suntech als größten Modulbauer der Welt verdrängt. Suntech strebt Auslieferungen im Umfang von zwei Gigawatt an. 

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Modulriese Suntech hat derzeit mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Bis zum 15 . März soll das Unternehmen eine Anleihe in Höhe von einer halben Milliarde Dollar zurückzahlen. Die Konzenführung hat zuletzt mehrfach gewechselt. Gründer Zhengrong Shi musste im September 2012 nach einer Finanzaffäre zurücktreten. Seine Funktion übernahmn Finanzchef David King. Seit dieser Woche steht nun Susan Wang an der Suntech-Spitze.

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Die Führungskrise bei Suntech spielt Yingli in die Karten. Der Modulbauer setzt bei seiner Expansion vor allem auf den heimischen Markt. Die chinesische Regierung hat angekündigt, in diesem Jahr Solarenergie mit einer Leistung von zehn Gigawatt installieren zu wollen. China dürfte damit zum größten Solarmarkt der Welt aufsteigen. Den globalen Solarmarkt taxieren Analysten im laufenden Jahr auf 38 Gigawatt. 2012 hatte er noch unter 30 Gigwatt gelegen. Auf den europäischen Solarmärkten wird allerdings mit einer deutlichen Schrumpfung gerechnet.

Ob deutsche Unternehmen vom Solarboom in China profitieren können, ist fraglich. Der Markt gilt als abgeschottet. Chancen könnten sich für Zulieferer von Rohstoffen oder Maschinen ergeben. 

 

 

Karsten Wiedemann
Keywords:
China | Yingli | Suntech | Solarenergie
Ressorts:
Markets

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