Die serbische Tochter des US-Konzerns Continental Wind Partners will in den nächsten vier Jahren 450 Millionen Euro in zwei neue Windparks investieren, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Mit einer installierten Leistung von bis zu 300 Megawatt sollen die Anlagen rund sieben Prozent des Stromverbrauchs in Serbien decken. 

Wegen der sinkenden Einspeisetarife für Ökostrom und wirtschaftlicher Probleme in vielen EU-Ländern sind Investoren auf der Suche nach neuen Regionen für Windenergie-Projekte. Der West-Balkan lockt dabei vor allem mit konstanten Windverhältnissen vom adriatischen Meer. „Es gibt ein riesiges Potenzial für Windenergie auf dem Balkan“, schreibt der europäische Branchenverband EWEA. Für ein kontinuierliches Wachstum seien jedoch stabilere politische Rahmenbedingungen und bessere Fördermechanismen nötig. 

Serbiens Nachbar Kroatien verfolgt ebenfalls ambitionierte Pläne und möchte bis 2020 Windanlagen mit einer Leistung von 1,2 Gigawatt aufbauen. Das Problem: Wegen langwieriger Genehmigungsverfahren und einem maroden Stromnetz stehen bisher nur 200 Megawatt.

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Viel Wind in Serbien (depositphotos, Vladimir Jovanovic )