EEG-Umlage
09.09.2013

Zusätzliche Milliardenkosten für Privathaushalte

EEX
Steigende EEG-Umlage wird für Umweltminister Peter Altmaier immer mehr zum Problem

Auf Privathaushalte kommen wegen der steigenden EEG-Umlage im kommenden Jahr neue Kosten von rund 2,8 Milliarden Euro zu. Der Staat verdient am Anstieg - mit knapp einer halben Milliarde Euro.

Privathaushalte könnten im kommenden Jahr durch die steigende EEG-Umlage um rund 2,8 Milliarden Euro zusätzlich belastet werden. Das errechnete das Vergleichportal Check 24. Der Prognose liegen die Erwartungen der Deutschen Energie-Agentur (Dena) von Mitte August zugrunde. Danach erhöht sich die Umlage von derzeit 5,3 Cent auf sieben Cent pro Kilowattstunde (KWh). Für den durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt mit 5.000 KWh Stromverbrauch steigen die Kosten aufs Jahr berechnet um 103 Euro.

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„Der Fiskus verdient jedes Jahr an der Erhöhung der EEG-Umlage mit“, sagt Analystin Isabel Wendorff von Check 24. Steige die EEG-Umlage tatsächlich um 33 Prozent, müssten allein private Haushalte im Jahr 2014 rund 464 Millionen Euro an zusätzlicher Mehrwertsteuer bezahlen. 

Dickes Minus auf dem EEG-Konto

Bereits bis August hat sich auf dem EEG-Konto, das die vier Übertragungsnetzbetreiber führen, ein dickes Minus von 2,3 Milliarden Euro aufgetürmt. Das Konto verbucht die Einnahmen aus der Vermarktung des Ökostroms an der Strombörse EEX, die Einnahmen aus der Umlage für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie die gesetzlich garantierten Zahlungen an die Betreiber von Wind-, Solar- und Bioenergieanlagen.  

Anders als die Dena rechnet der Think Tank Agora Energiewende dennoch nur mit einer Erhöhung der Umlage auf knapp 6,5 Cent. Auch das liegt deutlich über den Erwartungen der Netzbetreiber, die die Höhe der EEG-Umlage für das Folgejahr festlegen. Diese rechneten im vergangenen Herbst mit einem Anstieg auf maximal 5,74 Cent pro Kilowattstunde für 2014.

Daniel Seeger
Keywords:
EEG-Umlage | EEG | Energiepolitik | Strompreis
Ressorts:
Governance

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